Bützow - Entstehung

Krummes Haus

 Schloss

Rathaus

Kirche

Bahnhof

 

 

 

noch erhaltene Gebäudeteile des Krummen-Hauses von der Bischofsburg vom 17.Jahrhundert

erhaltene Gebäudeteile des Krummen-Hauses von der Bischofsburg vom 17.Jahrhundert

 

alte Ansichten vom Krummen-Haus

Die Geschichte des Krummen Hauses ist eng mit dem Bau der Bischofsburg in Bützow verbunden. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert, wurde aber teilweise auf Bauten aus dem 14. Jahrhundert überbaut. Im Laufe der Jahrhunderte erfolgten mehrere Um- und Ausbauten. In den Jahren 1680, 1793 und 1850 wurden Teile des Krummen Hauses wieder abgerissen.

Vermutlich wurde es als Wirtschaftsgebäude oder Pferdestall genutzt. 1772 zog die Universitätsbibliothek (die erste öffentliche Bibliothek Mecklenburgs) dort ein. Sie wurde von einem Gelehrten der Bützower Universität, Oluf Thychsen, eingerichtet und umfasste

12000 Bände. Seine Wohnung befand sich ebenfalls im Krummen Haus.

Nach Verlegung der Universität nach Rostock erfolgte die Auflösung der Bibliothek.

Das Krumme Haus wurde umgebaut zu sogenannten „Gnadenwohnungen“ für pensionierte Justizbeamte.

Im letzten Jahrhundert diente das Gebäude ausschließlich Wohnzwecken.

1985 wurde eine Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus eingerichtet.
Nach 2-jähriger Restaurierung zogen im Jahr 2000 die Bibliothek und das Heimatmuseum in das Krumme Haus ein.

2002 wurde die Gedenkstätte zur „Dokumentation des politischen Missbrauchs des Strafvollzuges in Bützow“ umgestaltet