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Der Hopfenwall, die einstige wendische Befestigung und spätere Bischofsburg. Die Burg die einst dort stand, wurde vom König auf der Flucht vor seinen Feinden verlassen, so heißt es.

Nur der alte Kastellan blieb zurück und bewachte die Schätze, die im Burgkeller begraben waren. Weil er den Platz nicht verraten wollte, wurde er von den Feinden gefoltert.

In der Johannesnacht sieht man seine Seele noch heute umherwandern in der Gestalt einer blauen Flamme, und wer ihm folgt, findet die vergrabenen Schätze.alte Ansicht vom Hopfenwall

Unter ihnen ist besonders eine goldene Wiege von Bedeutung, die steigt alle hundert Jahre auf die Oberwelt. Außer dieser Zeit kann sie gewinnen, wer eine Blume besonderer Art pflückt, die jedes Jahr einmal einen Tag blüht.

Wer gar das Glück hat, der Schildkröte zu begegnen, die alle hundert Jahre aus dem Bützower See zum Hopfenwall aufsteigt, und sie ohne Angst und zögern küsst, zaubert sogar das alte Schloss wieder hervor und erhält sämtliche verborgene Schätze dazu. 

Nach einer anderen Sage ist das Schloss durch ein Erdbeben vernichtet. Alle hundert Jahre erscheinen dort drei Jungfrauen. Wenn sie einen Mann erblicken, winken sie ihm zu. Wenn er ihnen folgt führen sie ihn in einen Schatzkammer. Dort erhält er ein verrostetes Schwert zum Blankputzen, vollbringt er seinen Auftrag, so ist das Schloss erlöst, anderenfalls muss er sterben.

So sieht der Hoppfenwall heute aus! Es entstand hier eine Gartenanlage.

Nachts um die Geisterstunde sollen die Ritter des alten Burgherren dort gegeneinander kämpfen, um zu sehen, wer der tapferste ist, dem der Ehrenpreis zuteil wird. Dann verschwinden sie im Berg und tafeln dort, von draußen kann man deutlich das Klappern des Geschirrs hören. Ja, vor langen Jahren soll man in einem Gewölbe gar ein Fass Bier gefunden haben, das war so alt, dass es geradezu mit einer Haut bedeckt war, was aber seinem Wohlgeschmack nicht beeinträchtigt hat. 

Die Schätze des alten Schlosses haben schon so manchen gelockt.

Schatzgräber haben nach der goldenen Wiege gegraben, aber sie sind von einem kleinen Männlein gestört worden und haben gesprochen, da war der Zauber gebrochen und die Hoffnung vergebens gewesen. Das sie vorhanden sind, zeigt schon äußerlich das „Geldbrennen“ dort, aber selbst wenn alle Gefahren überwunden sind, drohen den Schatzgräbern noch die Hunde, die den Schatz bewachen. 

Wie groß dieser ist, davon kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man einmal die drei goldenen Schlüssel erblicken sollte, die in der Johannesnacht auf dem Bützower See schwimmen.